„Hey Siri, rufe Herrn Braun an“

„Hi Cortana, welche Meetings habe ich heute?“

„Hey Google, schreibe eine E-Mail an Frau Müller.“

Nutzer digitaler Sprachassistenten wie Siri, Cortana oder Google Assistant bewältigen bereits heute zahlreiche Aufgaben, die Sie in Ihrem Büroalltag begleiten. Hier erfahren Sie, welche Aufgaben die digitalen Sprachassistenten für Sie übernehmen können und wo die Reise in den nächsten Jahren hingeht.

Falls Sie die letzten Jahre in einer Höhle verbracht haben:

Ein digitaler Sprachassistent ist eine Software, die es ermöglicht, ein Gerät mittels Spracheingaben über das Mikrofon zu steuern.

Die bekanntesten digitalen Sprachassistenten …

  • Google Assistant (Alphabet)
  • Alexa (Amazon)
  • Cortana (Microsoft)
  • Siri (Apple)

… kommunizieren direkt mit ihren Nutzern. Dafür kommt entweder das Smartphone zum Einsatz oder es gibt sie als „Smart Speaker“, die Sie sich einfach auf den Tisch stellen können, wie im Fall von Amazon Echo oder Google Assistant. Bereits 45 Prozent der Deutschen nutzen die digitalen Assistenten im Alltag und auch in Unternehmen verbreiten sich die digitalen Helfer immer weiter und übernehmen dort immer mehr Aufgaben. Bis zum Jahr 2025 wird nach einer Erhebung von Tractica die Anzahl der aktiven Nutzer auf über eine 1 Milliarde geschätzt.

Umsätze durch Sprachassistenten, weltweit 2016 – 2025

Quelle: Tractica

Virtuelle Sprachassistenten bieten ein großes Umsatzpotential. Die Jahresumsätze werden sich von 3,2 Milliarden US Dollar im Jahr 2016 auf voraussichtlich 7,7 Milliarden US Dollar im Jahr 2025 steigern.

„In den vergangenen drei Jahren wurden bedeutende Fortschritte bei der Kombination von natural language processing (NLP) mit anderen Formen der künstlichen Intelligenz erzielt. Hauptsächlich die Entwicklungen im maschinellen Lernen und deep learning haben die Entwicklung von digitalen Assistenten nach vorne gebracht“, berichtet Chefanalyst Mark Beccue.

Der aktuelle Stand

Trotz des großen Potentials ist der Nutzungsumfang der virtuellen Helfer derzeit noch begrenzt. Nach einer Erhebung von Statista, beschränkt sich die Nutzung von virtuellen Sprachassistenten derzeit noch sehr stark darauf, Kontakte anzurufen, eine Wegbeschreibung zu erfahren oder nach Informationen im Internet zu suchen.

Anwendungsbereiche von digitalen Sprachassistenten

Quelle: Statista

Die Zielvorstellung ist bei allen Herstellern, wiederkehrende Aufgaben in Zukunft durch virtuelle Assistenten zu automatisiert. Bereits im Jahr 2018 wurde von Google eindrucksvoll vorgeführt, wie der virtuelle Assistent „Google Duplex“ ohne menschliches Zutun telefonisch einen Friseurtermin vereinbart – und dabei klingt, wie ein normaler Mensch.

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Das lässt vermuten, dass auch in Unternehmen bald deutlich mehr möglich sein wird, als das Videokonferenzsystem hochzufahren und die letzte Mail per Spracheingabe zu beantworten.

Sprechen geht einfacher als Tippen

Die virtuellen Zuhörer werden immer besser im Sprachverständnis und auch Nutzer formulieren immer häufiger normale Sätze, als ihre Suchanfragen in einzelne Schlagwörter zu zerstückeln (z.B. ”Wetter, aktuell, München”). Heute erkennen digitale Assistenten in den meisten Fällen die gesprochene Sprache und können sie auch korrekt interpretieren. Sie können also mit ihrem Gerät sprechen und Aufgaben erteilen, als würden Sie sich normale unterhalten.

Dank zunehmender Intelligenz der Sprachassistenten wird eine Suchanfrage mit den vorhandenen Informationen automatisiert kombiniert. So reicht z. B. die Frage “Wann fährt der nächste Zug nach Hamburg?” für eine Verbindungsabfrage bei der Bahn aus. Der Sprachassistent setzt automatisch den aktuellen Ort als Abfahrtsort ein.

Das Prinzip „Sprechen statt Tippen“ ist sicherer, exakter und vor allem einfacher. Die Interaktionen mit Computern & Smartphones werden sich langfristig immer mehr auf die Sprache konzentrieren. Diese Entwicklung ist vergleichbar mit dem Wandel von der klassischen Handytastatur zu Touchscreens. Gerade bei mehreren Kundenterminen am Tag ist es wichtig, die Gesprächsergebnisse gut zu dokumentieren. Statt mit dem Auto anzuhalten, um parallel zum Gespräch Notizen machen zu können, diktieren Sie diese heute einfach in Ihr Smartphone. Oder Sie

Ausblick in die Zukunft

Alle großen Internet- und Technologie-Unternehmen investieren jedes Jahr viel Geld in die Entwicklung ihrer eigenen virtuellen Assistenten. In den kommenden Jahren wird sich zeigen, wer dabei das rennen machen wird und welche Assistenten wieder still und heimlich vom Erdboden verschwinden, weil sie niemand nutzt. Je mehr Zeit vergeht, desto mehr lernen die digitalen Begleiter jedoch dazu und schon bald werden sie allgegenwärtig sein – sowohl im Unternehmen als auch zu Hause.

Mit mehr und mehr Partnerschaften der Hersteller digitaler Assistenten mit Cloud-Anbietern und anderen Software-Unternehmen, sichern sich mehr und mehr Sprachassistenten einen festen Platz im Unternehmen. Mittel- bis Langfristig werden die digitalen Assistenten so in beinahe jedem Büro unentbehrlich.

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Autor Redaktion

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