Digitaler Trend: Sprachassistenten

„Hey Siri, rufe Herrn Braun an“, „Hi Cortana, welche Meetings habe ich heute?“,„Google, schreibe eine E-Mail an Frau Müller.“ Nutzer von Sprachassistenten wie zum Beispiel Amazons Echo oder Apples Siri delegieren bereits heute Aufgaben, die den Büroalltag begleiten. Amazon, Google und Microsoft, viele große Konzerne haben eigene Sprachassistenten auf dem Markt. Die Entwicklung, die Geräte bereit für den Einsatz im Büro zu machen, hat gerade erst begonnen!

1. Aktueller Stand
2. Sprechen statt Tippen
3. Ausblick in die Zukunft

Von Künstlicher Intelligenz (KI) gesteuerte Systeme wie Alexa (Amazon), Cortana (Microsoft) und Siri (Apple) kommunizieren direkt mit den Nutzern. Experten sind sich einig: Früher oder später werden Sprachassistenten die Kommunikation von Unternehmen grundlegend verändern. Die Zahl von 145,2 Millionen aktiven Nutzern weltweit im Jahr 2017 wird stetig zunehmen. Bis zum Jahr 2025 wird nach einer Erhebung von Tractica die Anzahl der aktiven Nutzer auf über eine 1 Milliarde stark ansteigen.

Umsätze durch Sprachassistenten, weltweit 2016 – 2025

Quelle: Tractica

Virtuelle Sprachassistenten bieten ein großes Umsatzpotential. Die Jahresumsätze werden sich von 3,2 Milliarden US Dollar im Jahr 2016 auf voraussichtlich 7,7 Milliarden US Dollar im Jahr 2025 steigern.

„In den vergangenen drei Jahren wurden bedeutende Fortschritte bei der Kombination von natural language processing (NLP) mit anderen Formen der künstlichen Intelligenz erzielt. Hauptsächlich die Entwicklungen im maschinellen Lernen und deep learning haben die Entwicklung von digitalen Assistenten nach vorne gebracht“, berichtet Chefanalyst Mark Beccue.

1. Aktueller Stand

Trotz des großen Potentials ist der Nutzungsumfang der virtuellen Helfer derzeit noch begrenzt. Nach einer Erhebung von Statista, beschränkt sich die Nutzung von virtuellen Sprachassistenten derzeit noch sehr stark darauf, Kontakte anzurufen, eine Wegbeschreibung zu erfahren oder nach Informationen im Internet zu suchen.

Anwendungsbereiche von digitalen Sprachassistenten

Quelle: Statista

Die Zielvorstellung ist bei allen Herstellern, wiederkehrende Aufgaben in Zukunft durch virtuelle Assistenten zu automatisiert. Alexa ist beispielsweise schon heute in der Lage auf Zuruf einen passenden Besprechungsraum zu buchen, das Videokonferenzsystem hochzufahren und die dazugehörigen Einwahldaten einzugeben.

2. Sprechen statt Tippen

Die virtuellen Zuhörer werden immer besser im Sprachverständnis. Ist es heute noch oft nötig eine Suchanfrage in Schlagwörter zu zerstückeln (z.B.”Wetter, aktuell, München”) so ermöglicht es eine Sprachsuche, wie bei der Unterhaltung mit einem Menschen, Fragen zu stellen: “Wie ist das Wetter gerade in München?”.

Dank zunehmender Intelligenz der Sprachassistenten wird eine Suchanfrage mit den vorhandenen Informationen automatisiert kombiniert. So reicht z. B. die Frage “Wann fährt der nächste Zug nach Hamburg?” für eine Verbindungsabfrage bei der Bahn aus. Der Sprachassistent setzt automatisch den aktuellen Ort als Abfahrtsort ein.

Das Prinzip „Sprechen statt Tippen“ ist sicherer, exakter und vor allem einfacher. Die Interaktionen mit Computern & Smartphones werden sich langfristig immer mehr auf die Sprache konzentrieren. Diese Entwicklung ist vergleichbar mit dem Wandel von der klassischen Handytastatur zu Touchscreens. Gerade, wenn Sie mehrere Kundentermine täglich haben, ist es wichtig, die Gesprächsergebnisse gut zu dokumentieren. Sie sollten die Ergebnisse unmittelbar im Anschluss an Ihren Kundentermin festhalten. Diktieren geht hier auf jeden Fall schneller als schreiben und durch Apps auch vom Auto aus. Wirklich fatal für das Aufgabenmanagement wäre, wenn sich nicht mehr rekonstruieren lässt, was mit wem besprochen wurde.

3. Ausblick in die Zukunft

Alle großen Internet- und Technologie-Firmen investieren viel Geld in virtuelle Assistenten. Die Unternehmen arbeiten hart daran, sie intelligenter zu machen. Die Assistenten lernen stetig dazu, werden mehr und mehr in unseren Alltag integriert. In den USA ist Amazon bereits eine Reihe von Partnerschaften mit Cloud-Anbieter (Salesforce) und Monitoringtools (Splunk) eingegangen. Durch diese Kooperationen werden die virtuellen Assistenten sich langfristig auch in unseren Büros unentbehrlich machen.

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